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Wackersleben - Nicolaus Genealogie

Wackersleben

wackerslebenDer Ort Wackersleben taucht bereits 932 erstmals in einer Chronik der Stadt Goslar auf. Das Wappen zeigt neben drei roten Rohrkolben, die auf das nahe gelegene Große Bruch hinweisen, einen Fisch, der an die ehemaligen Teiche erinnert, die Mönche des Klosters Hamersleben bewirtschafteten.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf ausgelöscht. Nach dem Wiederaufbau wurde es durch Brände erneut zerstört (1683 und 1737). Alt-Wackersleben befand sich in Richtung Hötensleben bzw. Haarstrang (145 m) auf der dort befindlichen Erhebung. Die Neustadt entstand nach dem Brand 1737.

Die Wackerslebener St. Abdo und Sennes-Kirche – ein neugotischer Backsteinbau – wurde 1877 geweiht.

Wackersleben wurde durch den Zweiten Weltkrieg (1939–1945) nicht beschädigt. Fälschlicherweise wird es als Ort einer abgestürzten Boeing B-17 während des Kriegs markiert. Dies ist nicht belegt und beruht leider auf die mangelnden geografischen Kenntnisse der alliierten Streitkräfte. Des Weiteren besaß Wackersleben keinen Flugplatz; dies wurde auch in Unterlagen der US-Armee aufgezeichnet.

Bis zur deutschen Teilung verlief die Eisenbahnlinie Oschersleben–Braunschweig 3 km südlich von Wackersleben (Bahnhof Gunsleben in der heutigen Gemeinde Am Großen Bruch). Bis zur Stilllegung 1997 war Gunsleben Endpunkt der Bahnlinie.

In der DDR-Zeit lag Wackersleben vor dem Fünf-Kilometer-Sperrgebiet an der innerdeutschen Grenze. Der Kontrollpunkt für die Einfahrt ins Sperrgebiet befand sich kurz nach dem Ortseingang in Richtung Ohrsleben.

Wackersleben sollte in den 1990er Jahren eine zusätzliche Mülldeponie bekommen. Dies wurde aber durch gemeinsame Arbeit von Bürgern abgelehnt, weil das Dorf bereits stark durch alte Deponien nachhaltig geprägt ist. Die eine Deponie befindet sich in der Neustadt, in der Nähe der neuen Traktorenwaschstraße bzw. der alten Tierproduktion der LPG, und die andere etwas weiter in Richtung Westen.

Bis zum 1. Januar 2010 war Wackersleben eine selbständige Gemeinde. Auf einer Fläche von 15,85 km² lebten 707 Einwohner (31. Dezember 2008). Am 2. Januar 2010 wurde Wackersleben in die Gemeinde Hötensleben eingemeindet. Letzte Bürgermeisterin Wackerslebens war Ina Wenzel.